Die Farbe des Ozeans: Presseheft

 
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Ein Film von Maggie Peren

Deutschland 2011

VGF Nachwuchsproduzenten-Preis, Bernhard Wicki Friedenspreis "Die Brücke",
Förderpreis Deutscher Film Hof "Bestes Szenenbild", Prädikat‚ "Besonders wertvoll"

KINOSTART: 17.05.2012
Laufzeit: 97 Minuten, 35 mm, 1 : 2,35, Dolby 5.1

Verleih:
Movienet Film
Rosenheimerstr. 52
81669 München
Tel: 089-489 530 51
Fax: 089-489 530 56
info@movienetfilm.de

Pressekontakt:
PANORAMA ENTERTANMENT
Ickstattstr. 1
80469 München
Tel: 089-3090679 – 33 / -37 Fax: -11
amelie.linder@panorama-entertainment.com
nadya.khan@panorama-entertainment.com

 

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Stab

Regie
  Maggie Peren
Drehbuch
  Maggie Peren
  Stefan Schaller
Produzenten
  Boris Jendreyko
  Thomas Klimmer
Koproduzenten
  Rainer Kölmel
  Wasiliki Bleser
  Gregorio Sacristan
  Peter Welter Soler
  Alfonso Garcia
  Boris Michalski
Kamera
  Armin Franzen
Szenenbild
  Julian Wagner
Schnitt
  Simon Blasi
Ton
  Eckhard Kuchenbecker
Musik
  Carolin Heiß
  Marc-Sidney Müller
Kostüme
  Manuel Bonillo
  Ruth Sempere
Maske
  Mike Reineke
Casting
  An Dorthe Braker
Redaktion
  Hubert von Spreti (BR)
  Natalie Lambsdorff (BR)
  Jochen Kölsch (arte)
  Monika Lobkowicz (arte)
  Georg Steinert (arte)
  Stefanie Groß (SWR)


Besetzung
Nathalie
  Sabine Timoteo
Paul
  Friedrich Mücke
Zola
  Hubert Koundé
Jose
  Alex Gonzales
Carla
  Nathalie Poza
Marielle
  Alba Alonso
Mamadou
  Dami Adeeri
  u.v.m.

DIE FARBE DES OZEANS ist eine Produktion der SÜDART Filmproduktion GmbH in Koproduktion mit Starhaus Filmproduktion GmbH,
El Olivo Producciones Audiovisuales S.L., Noirfilm Filmproduktion GmbH & Co.KG, Bayerischer Rundfunk, arte, SWR.
Gefördert von FilmFernsehFonds Bayern, FFA Filmförderungsanstalt, MfG Filmförderung Baden-Württemberg und Deutscher Filmförderfonds.

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Inhalt

DIE FARBE DES OZEANS verknüpft für kurze Zeit die Schicksale dreier Menschen miteinander und zeichnet ein berührendes als auch tragisches Szenario wie es sich heute in vielen Urlaubsgebieten am Mittelmeer und am Atlantik abspielen könnte. NATHALIE (Sabine Timoteo) und PAUL (Friedrich Mücke), ein deutsches Paar, verbringt die Tage über Sylvester auf einer Kanarischen Insel.

Nathalie wird Zeugin, wie ein Boot mit senegalesischen Flüchtlingen am Strand anlandet. Mit zweien von ihnen, ZOLA (Hubert Koundé) und dessen siebenjährigem Sohn MAMADOU (Dami Adeeri), nimmt sie kurz Kontakt auf, bevor die Flüchtlinge von dem unbarmherzig wirkenden, spanischen Polizisten JOSÈ (Alex Gonzalez) festgenommen und in ein Internierungslager gebracht werden. Aus diesem gelingt jedoch bald Zola und Mamadou die Flucht und mit Hilfe eines scheinbar mitfühlenden Landsmannes verstecken sie sich in einem Freibad.

Zola kann Nathalie anrufen und bittet sie um Geld für die weitere Flucht. Gegen den Willen von Paul beschließt Nathalie einmal wirklich zu helfen. Heimlich bringt sie den beiden Geld in ihr Versteck. Damit allerdings stellt sie nicht wie geglaubt deren Überleben sicher, sondern liefert sie der Gier der afrikanischen Mitwisser aus - die gute Tat erweist sich als lebensbedrohlich für Zola und seinen Sohn. Wieder wird die Polizei eingeschaltet und José zeigt zum ersten Mal Mitmenschlichkeit - aber die Chancen für die zwei Flüchtlinge stehen jetzt weitaus schlechter als zuvor.

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Pressenotiz

Maggie Peren, die für ihre Drehbücher mit dem Grimme-Preis (KISS AND RUN) und dem deutschen Filmpreis (NAPOLA) ausgezeichnet wurde, arbeitet jetzt zum zweiten Mal als Regisseurin: Immer auf der Suche nach tagesaktuellen Stoffen entwarf sie mit DIE FARBE DES OZEANS ein ebenso bewegen-des wie brisantes europäisches Drama. Mit drei internationalen Stars verfilmte Peren die schicksal-hafte Geschichte zweier Flüchtlinge und ihrer Retter.

Sie beginnt dies mit der Begegnung einer deutschen Urlauberin mit dem Elend der illegalen Migran-ten, die booteweise an den Stränden Europas landen. Diese normalerweise sehr distanzierte Pers-pektive wird hier gebrochen durch das tatsächliche Eingreifen einer Touristin: Sie beweist Mut, sie will helfen, aber die Hilfe im Kleinen ist komplizierter als es den ersten Anschein hat.

Die überzeugende Sabine Timoteo (DIE FREUNDE DER FREUNDE), Mathieu Kassovitz' Star Houbert Koundé (LA HAINE) und der spanische Goya-Preisträger Alex Gonzalez (SEGUNDO ASSALTO, X-MEN) verbinden dabei ein schockierendes humanitäres Problem mit drei tragischen persönlichen Geschichten.

Sie erklären kraftvoll und ohne moralischen Zeigefinger, den Unterschied zwischen arm und reich aufs Neue: Die Armen verstehen besser wie die Welt funktioniert, die Reichen können sich Mitgefühl leisten. Vor allem aber stellt Maggie Perens anrührendes Drama die Frage, ob der Einzelne überhaupt Hilfe bieten kann, was Hilfe ist und wo diese beginnt.

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Maggie Peren über ihren Film

Wer Tagespresse und Nachrichten der letzten Wochen und Monate regelmäßig verfolgt, sieht sich unabwendbar mit in Seenot geratenen Flüchtlingsbooten, unzähligen Todesopfern und qualvollen menschlichen Schicksalen vor den kanarischen Inseln, Lampedusa oder Malta konfrontiert. So vehement klopft Afrika in der jüngsten Zeit an Europas Pforten, dass es in Deutschland, Spanien oder Frankreich nicht mehr möglich ist, sich dieser Thematik zu verschließen. Vielmehr ist das Problem bereits seit langem schon ein gesamteuropäisches. Die Ursachen dafür haben ihren Grund nicht zuletzt im Verhalten der westlichen Welt: Die Globalisierung trägt dazu bei, dass Menschen auf dem afrikanischen Kontinent keinen anderen Ausweg finden, als ihr Leben zu riskieren, indem sie nach Europa fliehen. Darin liegt ihre einzige Hoffnung auf eine bessere Zukunft, denn in ihrer Heimat wurden sie jeder wirtschaftlichen Grundlage dafür beraubt. Daraus ergibt sich nicht nur eine große politische Relevanz innerhalb der Europäischen Union, sondern auch ein immenses humanitäres Problem, mit dessen Lösung und Umgang sich Europa noch sehr lange konfrontiert sehen wird.

Je mehr ich recherchierte und über die Ursachen für die Flüchtlingsströme nachdachte, desto mehr stellte ich mir die Frage, was man als Einzelner dagegen tun könne. Kann man überhaupt helfen? Was ist eigentlich Hilfe und wo beginnt diese? Wie definiert man die Richtigkeit des Handelns? Oder ist die Welt, wie wir sie nun kennen, nicht viel zu kompliziert geworden, um überhaupt irgendetwas zu tun? Gibt es ein Gutes im Schlechten? Und meinen wir nicht immer alle alles gut, und am Ende machen wir doch das Falsche? Hätte ich, wie die Figur NATHALIE, die Chance, ganz konkret etwas tun zu können, wie würde ich wohl selbst darauf reagieren? Diese ambivalente Frage ist das Kernthema meiner Geschichte. In diesem Rahmen lasse ich alle Figuren agieren, um auch den Zuschauer zu fordern und zum Denken anzuregen.

DIE FARBE DES OZEANS soll ein politischer Film werden, ohne jedoch zu belehren. So geht es im Kern der Geschichte um Humanität und Menschlichkeit. Im Vordergrund stehen menschliche Schicksale, die Dramen erlebt man aus der Sicht eines deutschen Urlauberpaares, in dem viele Zuschauer sich wiedererkennen werden. Diese Perspektive ist für mich der eigentliche Ansatz, an das Flüchtlingsproblem heranzugehen. Ich möchte den Zuschauer unmittelbar mit der Frage konfrontieren: wie würde ich selbst reagieren? Dadurch bietet dieser Film ein hohes Identifikationspotential. Ich bin von dessen Wirkung und Wucht nach außen überzeugt. Aufgrund ihrer Historie, Sprache und geographischen Lage sehen sich Spanien und Frankreich mehr noch als Deutschland mit legaler und illegaler Immigration konfrontiert, so dass Thematik und Geschichte auch auf dem internationalen Markt auf großes Interesse stoßen sollten.

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