Landraub: Presseheft (Auszüge)

 
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Ein Film von Kurt Langbein

Österreich 2015

KINOSTART: 08.10.2015
Laufzeit: 95 Minuten

Verleih:
Movienet Film
Rosenheimerstr. 52
81669 München
Tel: 089-489530-51
Fax: 089-489530-56

info@movienetfilm.de

Pressekontakt:
Greenhouse PR
Silke Lehmann / Almut Wilmes
Potsdamer Straße 139
10783 Berlin
Tel.: +49(0)151 68 10 00 88
Tel.: +49(0)170 689 97 68
info@greenhouse-pr.com
www.greenhouse-pr.com

 

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Stab

Regie

  Kurt Langbein
Buch
  Christian Brüser
  Kurt Langbein
Kamera
 

Wolfgang Thaler

  Attila Boa
  Christian Roth
Schnitt
  Andrea Wagner
Ton
  Armin Koch
  Martin Stiendl
Musik
  Thomas Kathriner
Luftaufnahmen
  Udo Maurer
  Patrick Lavaud
Aufnahmeleitung
  Christian Brüser
Tonmischung
  Michael Plöderl
    Klaus Gartner
Sounddesign
  Michael Schreiber
Produktionsassistenz
  Andrea Unterweger
Produktionsleitung
  Claudia Rabl
Produktion
  Kurt Langbein

Landraub ist eine Produktion von Langbein & Partner (Österreich) in Zusammenarbeit mit dem ORF (Film­-Fernsehabkommen).
Gefördert vom Österreichischen Filminstitut und dem Filmstandort Austria (FISA)

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Synopsis

"Kaufen sie Land. Es wird keines mehr gemacht" – Mark Twain

Boden lässt sich nicht vermehren. Ackerland wird immer wertvoller und seltener. Jedes Jahr gehen etwa 12 Millionen Hektar Agrarfläche durch Versiegelung verloren, immer weniger Ackerfläche steht für die Ernährung jedes einzelnen Menschen zur Verfügung. Nach der Finanzkrise 2008 hat das globale Finanzkapital, allen voran europäische Investmentfonds und Banken, die Äcker der Welt als Geschäftsfeld entdeckt. Mit dem Landraub wollen sich die Reichsten der Welt Zugriff auf die wichtigste Ressource dieser Erde sichern. Der einzelne Bauer muss zunehmend Profitinteressen weichen. Dieser „Raubzug“ ist eine ernsthafte globale Bedrohung der Lebensgrundlage aller Menschen. Die Ungleichheit wird zunehmend größer: Im Jahr 2050, so schätzen Forscher, werden die Bewohner der Industriestaaten immer noch 0,4 Hektar landwirtschaftlicher Fläche nutzen können, für einen Durchschnitts-Menschen in anderen Teilen der Welt muss dann 0,1 Hektar reichen. Wenn wir den Raubzug nicht verhindern, werden unsere Lebensgrundlagen zerstört.

LANDRAUB portraitiert die Investoren und ihre Opfer. Ihr Selbstbild könnte unterschiedlicher nicht sein. Die einen sprechen von gesundem Wirtschaften, Sicherung der Nahrungsversorgung und Wohlstand für alle, die anderen von Vertreibung, Versklavung und vom Verlust der wirtschaftlichen Grundlagen. LANDRAUB erzählt in großen Bildern von den Folgen. Die Böden werden für GPS-gesteuerte Maschinen im großen Stil eingeebnet, der Verbrauch an Wasser, Chemie und Energie ist in der Agrarindustrie enorm. Für jede eingesetzte Energieeinheit können bei der industriellen Landwirtschaft nur drei Energieeinheiten geerntet werden, bei der kleinbäuerlichen dagegen etwa sieben mal mehr - 23 Energieeinheiten.

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Pressenotiz

Pressenotiz
Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2015 zum "Internationalen Jahr des Bodens" ausgerufen. In LANDRAUB zeigen der Regisseur Kurt Langbein und der Autor Christian Brüser in großen, eindrucksvollen Bildern die Folgen und die Dimensionen: Zwei Jahre sind sie um die Welt gereist und besuchten die Investoren und Opfer des neuen Kolonialismus. In ihrem Film zeigen sie, wie indigene Völker und einzelne Bauern in Europa, Afrika, Asien und Südamerika vertrieben werden und Nahrung nicht für die Region, sondern im großen Stil für die Märkte der wohlhabenden Länder produziert wird.

Was hat dieser Landraub mit uns zu tun? Es sind EU-Programme, mit deren Hilfe unter anderem riesige Zuckerrohr- und Palmöl-Plantagen entstehen – angebaut für Lebensmittel, Biosprit und Kosmetikprodukte in Europa. Und es sind Entwicklungshilfe-Gelder, mit denen schwerreiche Investoren sich absichern und damit Millionen Bauern ihre Lebensbasis und Entwicklungschancen rauben.

LANDRAUB wühlt auf und macht nachdenklich. Der Widerstand gegen „Landgrabbing" wird kräftiger und lauter.

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Regie-Statement

LANDRAUB ist nahe bei den Menschen. LANDRAUB mischt sich ein. Doch LANDRAUB verurteilt nicht, sondern folgt den Gedankenwelten der Protagonisten und sucht Bilder, welche die Konsequenzen ihres Handelns zeigen.

Da sind die Investoren. Die Vertreter des großen Geldes erzählen von ihrer Entdeckung der Landnahme als Geldanlage. Ihre Gedankengebäude sind nachvollziehbar und wirken nicht zynisch, ja sogar logisch. Ihre Ländereien sind phantastisch geordnet, riesengroß und perfekt organisiert.
Da sind die Kleinbauern, Flüchtlinge und die Landarbeiter. Sie erzählen von Vertreibung, Hunger, Konkurrenzkampf und Zerstörung ihrer Heimat. Ihre Lebenswelt ist karg und elend.

Der Film folgt beiden Welten, montiert sie selten polemisch, sondern lässt Assoziationsketten und Gedanken wachsen. Sind die Welten, die wir da sehen, so unvereinbar wie es aussieht?

Die großen Themen des Films – Ursache für die Verknappung, die Logik des Geldes und die Weichenstellung zwischen bäuerlicher Landwirtschaft und Agrarindustrie – werden in Filmessays erzählt. Diese Essyas beginnen damit, dass sie sich – wie zufällig – von einer konkreten Begebenheit entfernen, visualisiert wird das z. B. mit einem Helicam-Flug nach oben. Nach Musik geschnittene Montagen „großer” Luftbilder und Close-ups des Bodens lassen die Gedanken schweifen, wecken Assoziationen und Emotionen zum Thema des Films.

LANDRAUB soll betroffen machen. Es sind die Rahmenbedingungen aus unseren Ländern, die das große Geld auf die Äcker lockt – und diese Bedingungen können wir gestalten.

Kurt Langbein

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