Einer wie Bruno: Presseheft

 

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Presseheft: Inhalt

Ein Film von Anja Jacobs

Deutschland 2011

KINOSTART: 12.04.2012
Laufzeit 100 min., 35 mm, 1 : 1,85, Farbe, Dolby SRD

Verleih:
Movienet Film
Rosenheimerstr. 52
81669 München
Tel: 089-489 530 51
Fax: 089-489 530 56
info@movienetfilm.de

Pressekontakt:
ana radica! Presseorganisation
Herzog-Wilhelm-Str. 27
80331 München
Tel: 089-23 66 120
Fax: 089-23 66 12 20
kontakt@ana-radica-presse.com

 

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Stab

Regie
  Anja Jacobs
Buch
  Marc O. Seng
Kamera
  Daniel Möller
Ton 
  Matthias Richter
  Stephan Engl
Kostüme
  Nicole Stoll
Maske
  Aniko Kamchen
Produktionsdesign
  Benedikt Herré
Schnitt
  Ronny Mattas
Casting
  Simone Bär
Kindercasting
  Maria Schwarz
Produktionsleitung
  Darko Lovrinic
Redaktion
  Caroline von Senden
  Katharina Dufner
Produzenten
  Uwe Schott
  Alexander Funk
  Christian Pape
  Besetzung
 
Bruno Markowitsch
  Christian Ulmen
Radost Markowitsch
  Lola Dockhorn
Benny Schmidtbauer
  Lucas Reiber
Karli Fichtner
  Peter Kurth
Frau Corazon
  Teresa Harder
Supermarktchef
  Hans Löw
Hausmeister
  Fritz Roth
Rolf Schmidtbauer
  Hans-Werner Meyer
Hanna Schmidtbauer
  Ursina Lardi
Sonja
  Janina Fautz

EINER WIE BRUNO ist eine Produktion von Oberon Film und Funkfilme, in Koproduktion mit dem ZDF, gefördert durch MFG, FFA und DFFF

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Kurzinhalt

Die 13-jährige Radost (Lola Dockhorn) lebt allein mit ihrem Vater. Doch Bruno (Christian Ulmen) ist kein Vater wie alle anderen. Er leidet an Oligophrenie, einer angeborenen Intelligenzschwäche und geistigen Behinderung, was ihn im Alltag mehr zu einem Spielkameraden als zu einem Erziehungsberechtigten macht.

Trotzdem sind die beiden ein gutes Gespann, das sich auch mit List und Witz gegen manche Tücke des Jugendamtes behaupten kann. Doch mit Radosts beginnender Pubertät offenbaren sich die ersten gravierenden Probleme. Je älter und reifer das Mädchen wird, umso mehr wird Radosts geistige Überlegenheit Bruno gegenüber bemerkbar. Und wie alle Erwachsenen findet auch Bruno in dieser Entwicklungsphase immer schwerer Zugang zu der Welt seiner Tochter. Was früher spielend gelang, endet jetzt in lautstarken Auseinandersetzungen. Bruno, der seine Tochter bedingungslos liebt, verzweifelt immer mehr.

Radost sehnt sich danach, ein ganz normaler Teenager sein zu dürfen, mit erster Liebe, erstem Kuss und den ersten Schritten ins Erwachsenenleben. Sie will nicht mehr rund um die Uhr Betreuungsperson sein für einen, der geistig auf dem Stand eines Zehnjährigen geblieben ist. Der schmerzliche Bruch scheint unausweichlich, als auch noch der lässige Benny Schmidtbauer (Lucas Reiber) neu in Radosts Klasse kommt und sich das Mädchen zum ersten Mal ernsthaft verliebt...

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Pressenotiz

EINER WIE BRUNO ist die spannende, originelle, komische und zugleich sehr anrührende Tragikomödie über ein etwas anderes Vater-Tochter-Verhältnis. Radost (Lola Dockhorn, „Räuber Kneißl“) lebt allein mit ihrem Vater Bruno (Christian Ulmen), der geistig auf dem Stand eines Zehnjährigen ist. Das Zusammenleben funktioniert bestens. Bis Radost in die Pubertät kommt – und Brunos Welt aus den Fugen gerät.

Ganz behutsam und sensibel, aber auch kraft- und humorvoll erzählt Anja Jacobs („Zores“) in ihrem Spielfilm eine Geschichte vom Erwachsenwerden, vom Lieben und vom Loslassen. Das bewegende Drehbuch stammt von Marc O. Seng. In der Titelrolle ist der Ex-Kultmoderator Christian Ulmen zu sehen, der sich durch so unterschiedliche Filme wie HERR LEHMANN, ELEMENTARTEILCHEN oder MÄNNERHERZEN bereits als Schauspieler mit einer enormen Bandbreite etablieren konnte. Eine große Entdeckung ist die bezaubernde Lola Dockhorn, die bereits mit Auftritten in zwei hochkarätigen Produktionen (RÄUBER KNEISSL, IN ALLER STILLE) auf sich aufmerksam machen konnte und hier in ihrer ersten Kinohauptrolle zu sehen ist.

EINER WIE BRUNO ist eine Gemeinschaftsproduktion von Oberon Film, Funkfilme und dem ZDF.

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Interview mit Anja Jacobs

Wie kam es zu dem Projekt? Bitte erzählen Sie ein wenig über die Planungsphase von EINER WIE BRUNO.
Marc Seng, der Autor, schickte mir im August 2005 ein Exposé mit der Bemerkung: Lies’ doch mal, vielleicht kannst du ja etwas damit anfangen...und oh ja! ...sehr viel sogar. Das war genau mein Thema, mein Stoff: über Kinder, die zuviel Verantwortung tragen und die Rolle der Eltern übernehmen müssen, wollte ich schon immer einen Film machen. Welch eine glückliche Fügung. Wir haben also beschlossen, zusammen weiter an der Geschichte zu arbeiten und Alex Funk, den Produzenten, den wir aus gemeinsamer Akademiezeit in Ludwigsburg kannten, mit ins Boot zu holen. Das Kuratorium Junger Deutscher Film ermöglichte uns mit einer Förderung, das Drehbuch in aller Ruhe ohne äußeren Druck zu entwickeln. Später kam dann Produzent Uwe Schott, mit dem ich bereits 2007 einen Film gemacht hatte, dazu und half mit der Finanzierung des Projektes.

War es einfach, für ein solches Thema eine Finanzierung zu bekommen?
Die Finanzierungsphase des Projektes war sehr langwierig. Viele mochten das Buch zwar sehr, hatten aber final nicht den Mut einzusteigen. Der Dreh war schon für den Sommer 2009 geplant, musste dann aber aufgrund der nicht geschlossenen Finanzierung verschoben werden. Lothar Seelandt hingegen (Verleih Movienet) las das Drehbuch im Sommer 2009, ließ sich vorbehaltlos berühren, vertraute uns und war dabei. Im Herbst stieg dann das ZDF mit Caroline von Senden und Katharina Duffner ein und später förderten uns die MFG, die FFA und der DFFF, so dass wir endlich drehen konnten
.
Wann kam Christian Ulmen als BRUNO mit an Bord?

Das war im Frühjahr 2010. Er bekam das Buch und las es im Urlaub, war sofort begeistert und wollte Bruno unbedingt spielen. Wir trafen uns und mir war klar: Christian Ulmen und die großartige Lola Dockhorn, die die Rolle der Radost spielt.... das wird ein sehr besonderer, berührender, komischer und emotionaler Film.

Was war Ihnen bei der Inszenierung besonders wichtig?
Dass der Zuschauer trotz des schweren Themas lachen und weinen kann. In einer meiner Lieblingsszenen, in der Frau Corazon, die Frau von der Lebenshilfe, Vater und Tochter betrunken antrifft, muss man immer wieder lachen, wenngleich es einem ob der extrem heiklen Situation im Halse stecken bleibt. Die besondere Herausforderung der Inszenierung lag darin, einen Bruno zu erzählen, der liebevoll, komisch, aber auch unglaublich nervig und peinlich sein kann, ohne dass es albern wirkt. Christian Ulmen spielt Bruno faszinierend nahbar und authentisch, dem kann man sich einfach nicht entziehen. Gleichzeitig sollte der Zuschauer aber auch Radosts schwierige Situation als Tochter eines geistig zurückgebliebenen Vaters, den sie sehr liebt, mitfühlen und ihre extremen Gefühlsschwankungen und Reaktionen verstehen. Diesen Spagat zu schaffen, war das Ziel. Dank der großartigen schauspielerischen Leistung von Lola Dockhorn und Ulmen ist das meiner Meinung nach auch hervorragend gelungen.

Haben Sie persönlich Kontakt zu geistig behinderten Menschen?
Während der Drehbucharbeit hat uns eine Frau von der Lebenshilfe, die Eltern mit geistiger Behinderung und gesunden Kindern betreut, beraten. Außerdem haben Freunde meiner Eltern einen geistig behinderten Sohn, der nun inzwischen auch körperlich erwachsen ist, aber geistig nur in kleinen Anteilen reifen kann. Ihn kenne ich seit der Kindheit.

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Interview mit Christian Ulmen

Über welche Stationen führte Ihr Weg zu dem Projekt?
Die Regisseurin Anja Jacobs hatte mir das Buch in einer ganz frühen Fassung geschickt und mich gefragt, was ich davon halte. Ich war alsbald sehr angetan. Wir trafen uns ein paar Mal, um über Bruno zu reden, probten ein wenig und los ging‘s.

Nach welchen Kriterien wählen Sie eine Rolle aus?
Da habe ich keine Schablone, die ich anlege. Und auch kein Kriterienregister. Da bin ich wie jeder gewöhnliche Kunde im Buchladen: Entweder die Geschichte fesselt oder nicht.

Haben Sie für Ihre Rolle besonders recherchiert?
Ich habe ein paar Lebensberichte von Kindern geistig behinderter Eltern gelesen und unter anderem die Dokumentation zu dem Thema aus der ZDF-Reihe „37 Grad“ gesehen. Ich bin aber immer darauf aus mit meiner Fantasie und dem Buch auf Reisen zu gehen. Den Abgleich mit der Realität übernimmt dann die Regie.

Was war die größte Herausforderung für Sie beim Bruno-Werden bzw. -Sein?
Eine Figur zu spielen, der die Zuschauer glauben, dass sie behindert ist.

Was zeichnet Bruno aus?

Ich glaube, das ist sehr offensichtlich und bedarf keiner weiteren Erklärung. Bruno ist geistig auf dem Stand eines 12jährigen Jungen, wenn nicht gar jünger. Und er ist Vater einer 13jährigen Tochter. Um diesen Konflikt geht es.

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