Beerland: Presseheft

 
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Ein Dokumentarfilm von Matt Sweetwood

Deutschland 2011

KINOSTART: 25.04.2013
Laufzeit: 85 Minuten

Verleih:
Movienet Film
Rosenheimerstr. 52
81669 München
Tel: 089-489530-51
Fax: 089-489530-56

info@movienetfilm.de

Pressekontakt:
AD PR
Ariane Donhauser
Lilienstr. 35
81669 München
Tel. 089 44 10 97 09

presse@ad-pr.de

Vermietung:
24 Bilder Filmagentur
Boosstr. 9
81541 München
Tel: 089-4423276-11
Fax: 089-4423276-20

info@24-bilder.de

 

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Stab

Dramaturg

  Markus Stein
Kamera
  Thomas Lütz
  Axel Schneppat
Ton
  Robert F. Kellner
  Raimund von Scheibner
Schnitt
  Stefan Buschner
  Markus Stein
Musik
  Eike Hosenfeld
  Moritz Denis
  Tim Stanzel
Mischung
  Christian Riegel
Produktionsleitung
  Peter Effenberg
Produzent
  Olaf Jacobs
Redaktion
  Sonja Scheider (BR)
Buch und Regie
  Matt Sweetwood

Mitwirkende

Rex Sweetwood, Carol Sweetwood, Angelo Ambrosetti, Peter Bach, Ingrid Bach, Siegfried Götz, Marcus Götz, Anton Renner, Martin Flieher, Erika Müller-König, Aurel von Bassewitz, Karl-Rudolf Päffgen, Martin Schuster, Gundi Schuster, Mona Euringer, Franz Euringer, Gerald Kriechenborg,Carsten Dörgeloh

BEERLAND ist eine Produktion der Hoferichter & Jacobs GmbH in Koproduktion mit dem Bayerischen Rundfunk und Telepool, gefördert von Deutscher Filmfernsehfonds und Medienbord Berlin-Brandenburg

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Inhalt

KURZINHALT
Eigentlich hat der in Deutschland lebende Amerikaner Matt Sweetwood seine Eltern nach München eingeladen, um sie durch das sagenumwobene Biermekka zu führen. Doch der Besuch auf dem Münchner Oktoberfest entpuppt sich als wahrer Alptraum. Wohin das Auge reicht, nur Betrunkene, und von allen Seiten wird man ständig geschubst und gestoßen. Aber vom berühmten Bier ist weit und breit nichts zu sehen. Denn die Deutschen trinken hinter geschlossenen Türen, und wer nicht Jahre im Voraus reserviert hat, der hat keine Chance auf einen Platz. Doch Matt, im puritanischen Missouri aufgewachsen, wo Bier als verbotene Frucht galt, gibt nicht auf, will unbedingt hinter das Geheimnis der deutschen Bierkultur kommen. Und so begibt er sich auf eine abenteuerliche Reise quer durch Deutschland. Dabei erfährt
er Historisches wie die Erfindung des Kühlschranks durch Prof. Dr. Carl Linde oder das unumstößliche Reinheitsgebot aus dem Jahre 1516, und lernt Extravaganzen wie den "Bierkrieg" im oberbayerischen Dorfen kennen oder den Kölner Karneval, wo man das Bier aus kleinen Whiskey-Gläsern trinkt. Nach Besuchen der Region Bamberg, die mit 368 Anlagen über die größte Brauereidichte der Welt verfügt, und bei der Hopfenernte in der Hallertau landet er bei der Wildeshausener Schützengilde, wo er das erste Mal in seinem Leben marschiert – und das ausgerechnet mit Deutschen. Mit einem Kofferraum voller Bier in seiner Wahlheimatstadt Berlin angekommen, kommt Matt schließlich immerhin zu dieser Erkenntnis: Wichtig ist nicht, wie viel Bier man trinkt, sondern mit wem…

PRESSENOTIZ
Mit seiner Dokumentation BEERLAND setzt der aus Kansas, Missouri stammende Filmemacher Matt Sweetwood nicht nur unserem Nationalgetränk ein augenzwinkerndes Denkmal, er wirft auch einen mal erstaunten, mal ungläubigen, aber immer liebevollen Blick auf die Deutschen und ihre Kneipenkultur, ihre Brauereikünste und andere Rituale wie etwa das Anstoßen oder Zuprosten. BEERLAND ist auch deshalb ein außergewöhnlicher Film, weil Sweetwood nicht nur in vielen Interviews mit Experten, Bierfanatikern und Stammtischbrüdern das Mysterium des Bieres aufzuklären versucht, sondern seine Thesen immer wieder mit originellen kleinen Animationsfilmchen belegt. Natürlich wissen wir über unser flüssiges Brot, unser wichtigstes Nahrungsmittel, selbst am besten Bescheid. Aber es ist gerade dieser Blick von außen, die Sichtweise eines Amerikaners, der BEERLAND so sehenswert macht. Und im Übrigen hat Sweetwood, der 2009 mit diesem Drehbuch den Dokuwettbewerb von BR und Telepool gewann, noch eine ganze Menge weiterer historischer Kuriositäten auf Lager, von denen so mancher Deutscher sicherlich noch nie gehört hat. Davon überzeugen kann man sich ab dem 25. April 2013, wenn die Koproduktion der Hoferichter & Jacobs GmbH mit dem Bayerischen Rundfunk und Telepool im Verleih von Movienet in die Kinos kommt.

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Biographie & Filmographie Matt Sweetwood

Matt Sweetwood wurde im Oktober 1971 in Kansas City, Missouri geboren und begann früh Animations- und Videofilme auf 8mm zu drehen. Während er am Fernseh- und Film-Institut der California State University San Diego studierte, entwickelte Sweetwood seine professionellen Fähigkeiten im Film und spezialisierte sich auf die Bereiche Drehbuch und Regie. Nach dem Studium arbeitete er als Produktionsleiter, Autor und als Regieassistent bei diversen unabhängigen Produktionen. 1995 zog er nach Berlin und arbeitete an fiktionalen Stoffen sowie an Dokumentarfilm-Produktionen für den "Verlag der Autoren". Seine Langspiel-Dokumentation "Desert Dreamers"- unterstützt durch die Stimme von Peter Fonda - und der Dokumentarfilm "Homemade Hillbilly Jam" (Co-Autor und Schnitt) wurden auf etlichen Festivals und in zahlreichen Kinos gezeigt. Seine Arbeit als Koregisseur für die Produktionion des ZDF - das kleine Fernsehspiel "Forgetting Dad" (Ko-Regie und Schnitt) erhielt die Prädikat “besonders wertvoll” und den Special Jury Award der IDFA. Er gewann 2009 den Dokuwettbewerb von BR und Telepool mit seinem Drehbuch BEERLAND. Sweetwood lebt mit seiner Frau und seinen Kindern in Potsdam.

1996-2000
"Der Jüdische Weihnachtsmann" (Edgar Reitz Film Prod.) – Co-Autor
"The Stroke" (Flying Moon Filmproduktion) – Autor
"Havana mi Amor" (Flying Moon Filmproduktion), 80‘, 35mm, Dokumentarfilm – Story Editor
"The Bet" (Stardust Entertainment GmbH) – Autor

2002
"Therapeutic Art" (Attention Span Film and Video Festival, San Francisco), 10’, DV, TV-Spot, Dokumentation – Buch, Regie & Schnitt

2003
"Forget TV: Lecture Series" (UMKC Creative Studies Dept. Kansas City), 7 x 60’, DV, Dokumentation – Buch & Regie
"The African Art Experiences" (Belger Art Center / Global Arts Fund.), 90’, DVCAm, Dokumentation – Regie & Schnitt

2004
"The Story of Liberty", "Liberty At War" (Footprints in Clay Productions,Liberty), 2 x 60’, DVCAM, Dokumentation – Buch, Regie & Schnitt
"Homemade Hillbilly Jam" (Hoferichter & Jacobs), 75’, Super16, Dokumentarfilm – Ko-Autor & Schnitt

2005
"Art of Aging" (Paste-Up Productions), 45’, DVCAM, Dokumentation – Buch & Kamera
"Desert Dreamers" (PBS, KDEQ, Tivoli Entertainment, LA/Berlin), 22’ (57’ DVD), DV 24p, Dokumentation – Schnitt

2006
"The Droogles- The Moohs Brothers" (Nolan Kids Entertainment), 26 x 10’, HDTC, Animationsserie – Buch & Regie

2007
"Urban Age" (Hoferichter & Jacobs), 25’, Dokumentation – Schnitt

2008
"Robot City" (Niolan Kids Entertainment), 12 x 10’, Animationsserie – Buch
"Forgetting Dad" (Hoferichter & Jacobs, ZDF / Das kleine Fernsehspiel), 83’, HD, Dokumentarfilm – Co-Autor, Co-Regie & Schnitt

2009
"Hacker" (ZDF, 3SAT, Hoferichter & Jacobs Productions)80’, HD Documentary, Buch und Schnitt, DOK Leipzig, Achtung Berlin

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Kommentar des Regisseurs

Bevor ich vor zehn Jahren nach Deutschland zog, dachte ich immer, dass Bier ein Unterschichtengetränk sei, produziert für Männer, beworben mit billigem Humor und serviert in Massen, hauptsächlich für Sportfans. Heute denke ich genau das Gegenteil: Denn zumindest für die Deutschen ist Bier ein nahezu heiliges Getränk. Bier ist reich an Traditionen, ist sogar ein gesundheitsförderndes Nahrungsmittel – scherzhaft flüssiges Brot genannt –und es hatte die Kraft als inspirierendes Elixier sogar die Geschichte zu ändern. Seltsam also, es gibt eine Bierkultur, von der die Meisten von uns gar nicht wissen, dass sie existiert.

Aber alles begann ganz anders. Als ich mich das erste Mal in einer deutschen Buchhandlung nach Literatur zum Bier erkundigte, hat man dort nur gelacht, „Wir Deutschen reden nicht über Bier, wir trinken es!“ Trotzdem war ich Müde die herkömmlichen Vorurteile zu akzeptieren, das Bier das Opium des deutschen Volkes ist, von Konzernen genutzt und missbraucht um Millionen von Euros einzuheimsen. Ich entschied mich dafür, tiefer zu graben. Für mich fühlte es sich so an, als ob ich verborgene Geheimnisse aufdecke, die erst ein Verstehen des Deutschseins ermöglichen. Während ich von meinen Freunden und Kollegen gewarnt wurde, „dass es keinen Weg gibt, einen Film über die Deutschen und ihr Bier zu machen“, war ich perplex wie ernst und emotional man das Thema hier eigentlich behandelt.

Es war der Moment als ich begriff, dass Bier für die Deutschen mehr als ein einfaches Getränk ist, was sie trinken. Eigentlich ist es ein Ausdruck davon, wer sie sind. Nachdem ich zwei Jahre damit verbrachte, zu recherchieren, zu filmen und zu animieren, und natürlich Deutschlands beste Biere zu trinken, habe ich tatsächlich diesen Gefühlszustand entdeckt. Für einige ist es sogar eine Parallelwelt, die sie mir als Bierland vorstellten. Es ist dort verborgen, wo ich die Chance hatte, erstaunliche Deutsche zu treffen, die Förderer und Bewahrer einer oft missverstandenen Kultur. Sie zeigten mir ihre wunderschönen Landschaften, erzählten mit ihre intimsten Familiengeschichte und lehrten mir die komplizierten Trinkgebräuche. Dafür kann ich heute nur dankbar sein. Die Suche nach dem wahren Kern des Bieres ließ mich eine neue Heimat finden, sogar einen Sinn für Freiheit und Zusammenhalt, den wir Amerikaner wohl nie richtig verstehen werden. Ich hoffe der Film wird andere Leute anregen, diese Welt selbst zu erkunden. Nicht nur um herausfinden, was das eigene beliebteste Bier ist, sondern auch um deutsche Seelenverwandte kennen zu lernen, wie ich sie fand

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