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Atomic Falafel: Presseheft (Auszüge)

 
Presseheft: Inhalt
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Ein Film von Dror Shaul

Deutschland, Neuseeland, Israel 2015

KINOSTART: 14.07.2016
Laufzeit: 95 Minuten

Verleih:
Movienet Film
Rosenheimerstr. 52
81669 München
Tel: 089-489530-51
Fax: 089-489530-56

info@movienetfilm.de

Pressekontakt:
Media Office
Pestalozzistraße 72
10627 Berlin
Tel.: +49 30 887144-0
info@media-office-presse.com
www.media-office-presse.com

 

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Besetzung

Nofar

  Michelle Treves
Mimi Azrian
  Mali Levi Gershon
Oliver Hann
 

Alexander Fehling

Joshua
 

Will Robertson

Haim Shai
  Shai Avivi
Meron
  Idan Carmeli
Sharareh
  Tara Melter
Avihu
  Yossi Marshak
Citizen 60
  Jonathan Cherchi
Citizen K
  Zohar Strauss
Shararehs Vater
  Arash Sarhaddi
Großmutter
  Sima Seyed
Chef des RVP
  Otana Mirza
Lehrer
  Ami Smolarchik

Stab

Regie & Drehbuch

  Dror Shaul
Produzenten
  Chilik Michaeli
  Avraham Pirchi
 

Tami Leon

  Amir Feingold
  Dror Shaul
  Moshe Edery
  Leon Edery
  Andro Steinborn
  Skady Lis
  Minu Barati
  Matthew Metcalfe
Kamera
  Sebastian Edschmid
Schnitt
  Tom Eagles
Musik
  Joel Haines
Musik Iran
  Bahar Henschel
Art Director
  Diana Habig
Szenenbild
  Yoram Shayer
  Yasmin Khalifa
Kostüm
  Chen Gilad
  Peri de Braganca
Toningenieure
  Yahav Shemesh
  Christoph Schilling
Herstellungsleitung
  Amir Feingold
Regieassistenz
  Doron Ofer
Casting
  Limor Shmila
  Uwe Bünker

Atomic Falafel ist eine Produktion von UCM, Amir Feingold, Dash Ham, United King Films, Arden Film, Jooyaa Filmproduktion, Getaway Pictures, General Film Corporation.
Mit Beteiligung von Israel Film Fund, The Ministry of Culture and Sports, The Israel Film Council, Filmstiftung Nordrhein-Westfalen, Medienboard Berlin-Brandenburg, Deutscher Filmförderfonds DFFF, Norddeutscher Rundfunk, ARTE, New Zealand Film Commission, Images & Sound Limited, YES.
Unterstützt von Israel Fund for Film Production.

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Inhalt & Pressenotiz

Logline
Die 15-jährige Nofar hilft ihrer Mutter in deren Food Truck, doch eines Tages liegt statt Falafel plötzlich der Weltfrieden in ihren Händen.

Inhalt
Mit ihrem Falafel-Truck mitten in der Wüste Israels sorgen Mimi (Mali Levi Gershon) und ihre 15-jährige Tochter Nofar (Michelle Trevis) dafür, dass die israelischen Truppen nach ihren Manövern etwas anderes im Bauch haben als die miserable Armeeverpflegung. Die Soldaten lieben die Bällchen mit extrascharfer Sauce. Was Mutter und Tochter nicht ahnen: Sie sitzen buchstäblich auf dem Pulverfass, denn nur ein paar Meter unter ihnen befindet sich eine geheime Kommandozentrale der israelischen Armee. Dort haben sich hochgradige Militärs versammelt, die einem drohenden Atomangriff zuvorkommen wollen.

Ausgerechnet da hat die Internationale Atomenergie-Kommission einen Kontrollbesuch angekündigt. Als sich Mimi in den deutschen Atominspektor Oli (Alexander Fehling) verliebt, bringt sie das Militär und den Geheimdienst gegen sich auf, denn je länger Oli im Land bleibt, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass er das waffenfähige Plutonium entdeckt. Und so versuchen sämtliche hohen Tiere, die Beziehung der beiden zu torpedieren, um ihre Raketen rechtzeitig in Stellung bringen zu können.

Als Nofar in den Besitz von hoch vertraulichen militärischen Geheimnissen gelangt, dreht sie den Spieß kurzerhand um. Mit Olis Hilfe und der geschickten Verbreitung geheimer Pläne im Internet bringt sie die waffengeilen Militärs gehörig durcheinander und erreicht, woran niemand mehr geglaubt hätte…

Pressenotiz
Der israelische Regisseur Dror Shaul erzählt in ATOMIC FALAFEL mit schrägem Humor, viel Selbstironie und einer gehörigen Portion Chuzpe von den Spannungen zwischen Israel und dem Iran. Und er erzählt von einer jungen Generation, die von Freiheit und Frieden nicht nur träumen will.

"Eine ausgelassene, temporeiche Satire mit einer Friedensbotschaft. ATOMIC FALAFEL beschreibt den israelisch-iranischen Atomkonflikt, die Internet Freundschaft von zwei Jugendlichen aus verfeindeten Staaten, die erste Romanze eines jugendlichen Hackers und die Liebe einer Falafel-Bäckerin. Diese sprudelnde, köstlich absurde Komödie von Dror Shaul gewinnt im heutigen politischen Klima besondere Resonanz." VARIETY, Alissa Simon

Produziert wurde die deutsch-israelisch-neuseeländische Koproduktion von United Channel Movies, United King Films, Amir Feingold, Dash Haim, Arden Film, Getaway Pictures, General Film Corporation und Jooyaa Filmproduktion, der Produktionsfirma von Minu Barati.

Unterstützt wurde der Film u. a. von der Film- und Medienstiftung Nordrhein-Westfalen, dem Medienboard Berlin-Brandenburg, dem Deutschen Filmförderfonds DFFF, dem Norddeutschen Rundfunk und ARTE.

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Regiekommentar

Ich wurde im Kibbuz Kissufim im Süden Israels als Sohn einer jemenitischen Mutter und eines amerikanischen Vaters geboren. Ich erinnere mich, wie ich mit fünf Jahren mit meiner Mutter am Zaun des Kibbuz stand, und als die Sonne an der nahegelegenen Küste von Dair al-Balah unterging, fragte ich: „Was ist da drüben?“ Meine Mutter antwortete: „In Dair al-Balah leben unsere arabischen Nachbarn.“ „Aber wenn es unsere Nachbarn sind, warum brauchen wir dann einen Zaun?“, fragte ich. Meine Mutter erzählte mir daraufhin von all den Dingen, die vor meiner Geburt passierten, auch von den Kriegen und Terroranschlägen. „Also sind alle Araber böse?“, fragte ich. Meine Mutter holte tief Luft und sagte: „Ob jemand gut oder böse ist hat nichts damit zu tun, ob er Araber oder Jude ist. Es gibt gute und böse Juden, genauso wie es gute und böse Araber gibt.“ So einfach und verständlich hat sie es mir erklärt und mich dabei angelächelt. Noch heute erinnere ich mich an das beruhigende Gefühl, dass sich in mir breit machte, als ich diese grundlegende Erkenntnis begriff – dass es hinter diesem Zaun Leute gibt, die genauso sind wie ich und die mir nichts Böses wollen. Das machte so viel Sinn, das war die existentiellste Wahrheit, die meine Mutter und das Kibbuz mir mit auf den Weg gaben: das alle Menschen gleich sind, egal wer sie sind und woher sie kommen.

Einige Jahrzehnte später rief ich eine befreundete iranische Regisseurin an, um ihr zu einem Preis zu gratulieren, den sie grad auf einem wichtigen internationalen Festival gewonnen hatte. „Wer hätte das gedacht“, jubelte sie überglücklich, "Iran und Israel haben die Hauptpreise gewonnen! Vielleicht machen wir eines Tages sogar Filme zusammen!"

Zu diesem Zeitpunkt arbeitete ich grade an einer Geschichte, die in einer Atomstadt im Süden Israels wenige Tage vor dem Krieg spielte. Das Gespräch mit der iranischen Regisseurin inspirierte mich dazu, die Geschichte um eine ähnliche Atomstadt im Iran zu erweitern und so die erste israelisch-iranische Koproduktion der Filmgeschichte zu realisieren. Ich war davon überzeugt, dass dieser Film schnell und einfach zu finanzieren wäre.

War er natürlich nicht. Fünfeinhalb Jahre später hatte das Projekt bereits einige Höhen und Tiefen durchlebt. Schon allein eine Finanzierung in Israel zu bekommen hat viel Zeit gekostet. Die Welt zögerte, und iranische Partner zu finden war ebenfalls ein langwieriger Prozess. Schauspieler kamen an Bord und sprangen wieder ab, Produzenten waren dabei und verschwanden wieder, und auch als wir endlich einen iranischen Produzenten für das Projekt gewinnen konnten, der auch Material für uns im Iran drehte, gestaltete sich die Kommunikation mit ihm so schwierig, bis die Sache irgendwann gestorben war.

Fünfeinhalb Jahre nach dem Telefonat mit der iranischen Regisseurin ist ATOMIC FALAFEL nun endlich fertig. Produziert von Israel, Deutschland, Neuseeland (und, wenn auch inoffiziell, mit iranischer Hilfe), vermittelt der Film die Botschaft, dass die technologische Revolution des Internets und der sozialen Medien es geschafft hat, den schwarzen Vorhang der dunklen Regime zu lüften, die versuchen, ihre Bürger zu isolieren. Teenager, egal wo sie herkommen, haben heute mehr Gemeinsamkeiten als jemals zuvor. Sie ziehen sich gleich an, hören die gleiche Musik und interessieren sich nicht wirklich für politische Konflikte. Ich hoffe, dass die vernünftige Seite von Israel und der ganzen Welt über die verantwortungslose Seite siegen wird. Und ich hoffe, dass mein Sohn, der zwei Wochen nach den Dreharbeiten zur Welt kam, die sichere Zukunft und Heimat bekommt, die er verdient. Dror Shaul

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Lachen gegen die Widrigkeiten - Der Nahostkonflikt in der Kinokomödie

Seit Jahrzehnten schwelt der Nahostkonflikt, und neben den Auseinandersetzungen zwischen Israelis und Palästinensern gibt es auch weitere Konflikte zwischen Juden und Arabern. Doch so sehr die blutigen Auseinandersetzungen die Region erschüttern, der Lebensmut und die Hoffnung auf Frieden eint die Menschen aller Länder.

"Was die Seife für den Körper, das ist das Lachen für die Seele", lautet eine jüdische Lebensweisheit, die über alle Grenzen hinweg internationale Gültigkeit besitzt. Und so ist es nicht verwunderlich, dass selbst das tragische und schwierige Thema des Nahostkonflikts immer wieder klug und humorvoll für das Kino aufbereitet wird. ATOMIC FALAFEL fügt sich somit in eine Reihe von (Tragi-)Komödien ein, die in den letzten Jahren mit cineastischen Mitteln versucht haben, sich mit humorvollen Visionen für den Frieden stark zu machen.
Einige davon sind hier kurz skizziert:

Der palästinensische Film Rana’s Wedding (Jerusalem, Another Day) (2002) von Regisseur Hany Abu-Assad (dessen Film Paradise Now 2005 den Golden Globe als Bester fremdsprachiger Film gewann) widmet sich mit einer besonderen Erzählweise und eigenwilligem Humor dem Nahostkonflikt. Der Film handelt von der 17-jährigen Palästinenserin Rana, die, als sie zwangsverheiratet werden soll, von zu Hause abhaut und allein in Jerusalem nach ihrem Freund sucht. '

Göttliche Intervention – Eine Chronik von Liebe und Schmerz (2003) von Elia Suleiman ist eine subversive, lakonische Komödie über einen Palästinenser aus Jerusalem, der sich mit seiner Geliebten, einer Palästinenserin aus Ramallah, immer zum Stelldichein auf einem Parkplatz treffen muss und dort das absurde Treiben der Gesellschaft beobachtet.

The Bubble – Eine Liebe in Tel Aviv (2006) ist eine Liebesgeschichte zwischen einem Israeli und einem Palästinenser. Regisseur Eytan Fox hat die romantische Komödie im Herzen Tel Avivs angesiedelt, einer Stadt, in der die junge Generation in einer hedonistischen Blase lebt, und versucht, den blutigen Konflikt zu verdrängen.

In Die Band von nebenan (2007) erzählt der israelische Regisseur Eran Kolirin von einem ägyptischen Polizeiorchester, das sich auf dem Weg zu einem Konzert in Israel verfährt und plötzlich in einem verschlafenen Provinznest strandet. Heiter-melancholisch werden hier kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Moslems und Juden aufgezeigt.

Von feinem und leisem Humor geprägt ist der israelische Spielfilm Lemon Tree (2008) von Regisseur Eran Riklis (Die syrische Braut). Die Geschichte von einer Witwe, die am Rand des Westjordanlandes den Zitronenhain ihres Vaters pflegt, ist eine kluge Allegorie auf die absurden Auswüchse des territorialen Kampfes.

Wer weiß wohin (2011) ist eine Komödie von der libanesischen Regisseurin Nadine Labaki über ein Dorf im Libanon, in dem Christen und Moslems (fast) friedlich Tür an Tür wohnen.

Die französisch-belgisch-deutsche Koproduktion Das Schwein von Gaza (2011, R: Sylvain Estibal) nähert sich dem Palästinakonflikt auf dem Wasserweg: Als dem palästinensischen Fischer Jafaar nach einem heftigen Sturm plötzlich ein Schwein in sein Fischernetz geht, hat er ein Problem: Schweine sind unrein und an Land nicht erlaubt, und an den Erzfeind Israel will er das Tier nicht verkaufen. Je länger er das Schwein versteckt, desto absurder werden die Verstrickungen.

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